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AUTORENLESUNG MIT CORNELIA FRANZ |
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Pressebericht
Die Hamburger Jugendbuchautorin Cornelia Franz las in der vergangenen Woche auf Einladung der Schülerinnen und Schüler der Klassen 10A1 und 10A2 der Städtischen Gemeinschaftshauptschule Laggenbeck aus ihrem neusten Buch „6 Tage, 4 Nächte“. In einem Gespräch nahm die Autorin am Anfang der Lesung zu Fragen der Schüler zu ihrem Buch „Verrat“ Stellung, das im Unterricht behandelt worden war. Am meisten interessierte die Frage, ob das Buch autobiografisch sei und woher die Idee zu diesem Buch stamme, das in zwei ineinander verwobenen Geschichten um einen Jungen gestaltet ist, der die Machenschaften der Großeltern und Eltern in Verbindung mit dem 3. Reich und einem jüdischen Mitbürger, der fliehen musste aufdeckt. Jan geht nach dem Streit mit seinen Eltern von zuhause weg, trifft in Paris mit dem Straßenmädchen Sunny und algerischen Auswanderer Jemal zusammen und droht auf die kriminelle Ebene abzudriften. Zweimal begeht Jan / Judas in seinen Augen einen Verrat. Um diese Spannungen dreht sich die Handlung. Auch der Verdienst und die Arbeitsweise der Autorin wurde hinterfragt. So schreibt sie nicht von Anfang an nach einem festen Konzept, sondern entwickelt ihre Gedanken und Handlungen und Personen beim Schreiben. Sie machte den Zuhörern klar, dass sie auch einfach versuchen sollten, ihre Gedanken und Erlebnisse aufzuschreiben. Die Kritik einzelner Schüler zu dem Buch, dass der Handlungsstrang in der „Er-Erzählung“ nicht so griffig sei, wie in der „Ich-Erzählung nahm C. Franz auf und erklärte hierzu, dass sie eigentlich auch lieber in der „Ich-Form“ schreibe. Die Lesung aus dem neuen Buch, dass den Zuhörern gut gefiel, (sie forderten häufig: Weiterlesen ) weil die Handlung sehr stark auch ihren Gefühlen entsprach, war ein Höhepunkt der Lesung. In dieser Geschichte wird über einen Jungen berichtet, der sich Hals über Kopf in ein Mädchen verliebt und ihm von Hamburg bis nach Dresden folgt. Grund für Eugenia, das Buch vielleicht zu lesen, denn ihr Hauptproblem war: Wie kommt man eigentlich zum intensiven Lesen von Büchern. Mit dieser Veranstaltung hat Cornelia Franz sicherlich das Interesse der jungen Leser geweckt.
Im Anschluss an die Lesung zeigten die Schüler der 10A1 Cornelia Franz ihre Ausstellung zum „Verrat“. Die Hauptthemen: Judenverfolgung, jüdische Mitbürger in Ibbenbüren, Straßenkinder in der Welt und in Europa, Kriminalität und Jugendkriminalität, Drogen und was bedeutet Verrat (in der Geschichte: Brutus und Cäsar, Hitler und Stauffenberg, Judas und Christus, Kain und Abel ), hatten die Schüler in Arbeitsgruppen erarbeitet und zu einer Ausstellung für die Mitschüler aufbereitet, die noch bis zum 12. Dezember in der Aula der Schule gezeigt wird.
Die Autorin Cornelia Franz bedankte sich bei den Jugendlichen für die freundliche Aufnahme und ihr Interesse und versprach, ihr zugesandte eigene Arbeiten zu lesen und zu kommentieren.
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